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klanghalt 20 - 11. April 2020
Ps. 42 - „Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser“


Wortbild

   
«Seele»  © Kay Appenzeller



 
Psalmblatt 20


Geduld mit Gott

Diese Krise nagt an mir.
Ich bin voller Ängste, schnell
erschöpft, ja ausgelaugt und fahrig.
Wenn ich ehrlich bin, muss ich mir
eingestehen: Ich vermisse Gott.

Zudem quälen mich meine Gedanken.
Sie wollen mir weismachen, dass ich
mich täusche.
Es gibt Gott gar nicht, sagen sie. Gott
hilft mir nicht. Das bilde ich mir alles
nur ein.

Meine Seele, was ist los mit dir?
Warum wälzt du so schwere
Gedanken? Was quält dich?

Ach Gott, mir ist elend zumute. Ich bin
traurig. Ich weine.

Eines ist für mich sicher, Gott. Ich lasse
dich nicht.
Ich bedränge dich mit meinem Leid.
Ich gehe durch diese schwere Zeit
hindurch.

Ja, trotz allem lebt in mir die Hoffnung,
dass ich eines Tages ans
Licht treten werde.

Ich warte, Gott, ich warte.
Ich übe mich in Geduld mit dir.
Und ich schöpfe Hoffnung: Du lässt
mich nicht im Stich.

Du wirst mein Leid in ein Lied
verwandeln. Ich werde wieder singen.


Poesie zu Psalm 42: Hildegard Aepli